Skippertricks - der Skipper Blog

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Aktuelles für den Skipper

Ausfall Maschine - was tun?

ManövertricksPosted by Yachtango 18 Jul, 2013 11:33:53
Kürzlich war zu lesen, wie ein völlig überforderter Skipper beim Ausfall seiner Maschine verzweifelt war, weil er sein Schiff nicht mehr bewegen konnte. Aber auch mit einem Fischernetz im Propeller ist man kein Havarist, sondern nur manövrierbehindert.

Was hätte er tun können?

Erster Reflex: Schlepphilfe anfordern - das sollte man nur im absolut unausweichlichen Notfall tun, z.B. bei Gefahr des Sinkens, weil Notbergung erhebliche Ansprüche des Bergenden verursacht. Die Frage, wer wem die Leine gegeben hat wird dann dabei eher untergeordnete Bedeutung haben!
Versuchen Sie Schlepphilfe von Einheimischen unbedingt zu vermeiden, wenn nicht ausdrücklich vom Vercharterer bestätigt - ein Segelkamerad, anderer Vercharterer wird Ihnen vermutlich auch unentgeltlich behilflich sein (aber klären Sie auch das vorher mit Zeugen eindeutig!)

Besser ist es, mit Bordmitteln die Situation zu bereinigen bzw den Schaden gering zu halten:
zunächst wird einmal freier Raum gewonnen - wer ein Segelschiff hat, kann ja raussegeln, weg vom Land, oder vor der Bucht oder dem Hafen kreuzen, oder in Absprache mit dem Vercharterer ein Ziel ansteuern, welches windmässig günstig liegt, der Vercharterer Ihnen aber vor Ort bereits Hilfspersonal bereitstellen kann. Dazu genügt oft die Genua. Die Richtung ist zunächst einmal egal - auch, wenn Ihr Ziel "upwind" liegt, in solch einem Fall wird man nicht unbedingt dorthinsegeln wollen, aber wenn das geht - why not?

Dann kann man sich der Frage widmen, was technische Ursache sein könnte, und ob man und wie evtl. das Problem alleine lösen kann.

Kann man am Motor selbst nichts machen, sucht man sich eine weite Bucht oder einen großen Hafen, Marina, möglichst mit langem Anlegekai, und segelt dorthin. Es sollte möglich sein, dort hinein (und notfalls auch wieder hinaus) zu segeln - also eine enge, kleine Marina oder Bucht ist ungeeignet . Vielleicht kann man dort längsseits anlegen oder den Anker werfen.

Der Vercharterer sollte per Handy informiert werden, möglicherweise kann der vor Ort einen Mechaniker beauftragen, Ihnen mit dem Schlauchboot entgegenzufahren und überzusteigen, zu reparieren.

Wenn das alles nicht geht, unbedingt nur nach Rücksprache mit dem Vercharterer z.B.eine Bucht mit einem flachen, ablandig bewindeten Sandstrand anlaufen, und dort das Schiff gezielt auf den Strand fahren - dann sollten aber bereits eigene Bergehelfer vor Ort sein.


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Genoa Einrollen durch Kreise

ManövertricksPosted by Yachtango 18 Jul, 2013 11:16:21
Einen guten Tip hat uns Skipper Harald Montua gegeben:

bei einem seiner Törns war die Genoareffleine völlig verdreht und das Vorsegel liess sich nicht mehr einrollen.
Sein Trick: er löste die Palstege der Vorschoten und fuhr Kreise - dadurch rollte sich das Segel um den Vorstag und konnte festgezogen werden. smiley schlaues Manöver, Danke für den Hinweis


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Bergen einer Person aus dem Wasser

ManövertricksPosted by Yachtango 17 Jul, 2013 11:57:47
Ein sehr guter Film zeigt die verschiedenen Möglichkeiten und beschreibt die aufgetretenen Probleme in der Praxis

Ansehen, lohnt sich! Hier klicken


Hinweis: bitte Info per mail an uns, falls der Link nicht mehr zum Bergevideo führen sollte - Danke


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Halsen

ManövertricksPosted by Yachtango 10 May, 2013 09:51:47

Das Gruselmanöver der Ausbildung ist die Halse

So, wie es gelehrt wird, birgt es die Gefahr eines zu schnellen Überkommens des Baumes, eine Patenthalse mit erheblicher Gefahr für die Crew und das Material bis hin zum Mast- oder Wantenbruch.
Für den Gelegenheitsskipper und seine (wahrscheinlich) ebenfalls nicht hochprofessionell agierende Urlaubercrew ist es daher sinnvoller, das Manöver so zu fahren, wie man es auch bei Katamaranen fährt, und damit die Gefahr einer Patenthalse drastisch zu verringern.

Das ist im Prinzip das gleiche Manöver, wie es gelehrt wird, nur nicht als "dynamischer" und damit zügig und professionell abzuwickelnder Ablauf, sondern nacheinander, und mit ausreichender Ruhe und vor allem zeit - denn beim Lehrmanöver hat der - vor allem unerfahrene und etwas langsamer agierende - Vorschoter oft kaum Zeit, das Manöver in seiner Dynamik zu verstehen und durchzuführen.

Man holt vor dem Wind zuerst den Großbaum mittig und shiftet erst dann die Genoa/Fock, lässt dann zügig, aber kontrolliert langsam den Großbaum wieder raus.

Das funktioniert auch bei größeren Windstärken, erfordert aber etwas Strategie - immer, wenn eine Welle den Druck aus dem Gross nimmt, dichtholen, beim wieder öffnen aufpssen, wenn Wind ins Segel kommt, dann muss man handschuhe tragen und/oder über die Winch zügig fieren!

Und wichtig: der Steuermann darf nicht abfallen



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